Die Prüfungsinhalte der Pferdewirtprüfung

Autosave-File vom d-lab2/3 der AgfaPhoto GmbH Prüfung

Hier findet Ihr die Prüfungsinhalte zu den Prüfungen im Beruf Pferdewirt in der Fachrichtung Klassische Reitausbildung. Diese Inhalte sind Bestandteil aller Zwischen- und Abschlussprüfungen aller Bundesländer in der Fachrichtung Klassische Reitausbildung. Einzig das Bundesland Bayern macht sein eigenes Ding.

Diese Liste ist offiziell herausgegeben worden vom Prüfungsausschuss bei der Landwirtschaftskammer Nordrhein- Westfalen. Andere Listen mögen im Netz herumschwirren, sind aber nicht wirklich sicher zu nutzen.

Eines muss aber allen Prüflingen klar sein: Diese Themen können drankommen, müssen aber nicht. Wer sich auf alle Themen vorbereitet, der sollte sicher vor Überraschungen sein. Bei der Vielzahl der Themen sollte aber auch klar sein, dass eine solide Vorbereitung auf die Prüfung nicht wenige Tage vor der Prüfung stattfinden sollte. Das reicht sicher nicht aus und Ihr werdet in Warendorf sicher nicht gut schlafen vor der Prüfung.

Hier könnt Ihr die Liste herunterladen

Prüfungsaufgabe Zwischenprüfung Haltung&Service Niedersachsen

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Prüfungsbereich: Bewegen von Pferden


 

1. Aufgabe „Longieren“ ca. 40 min einschl. Fachgespräch:

Bereiten Sie Ihr Pferd auf das Longieren vor. (Übernahme des geputzten Pferdes am Halfter in der Box).

Führen Sie das Longieren fachgerecht durch. Beachten Sie die UVV. Anschließend findet das Fachgespräch statt.

Ergänzende Hinweise zum Longieren:

  • Fachgerechtes Ausrüsten des Pferdes für das Longieren. Dabei ist eine Auswahl aus den vorhandenen Ausrüstungsgegenständen vorzunehmen. Soweit nichts anderes verlangt wird, wird üblicherweise mit dem Longiergurt gearbeitet.
  • Dauer der Vorbereitung ca. 10 min
  • Das Longieren eigenständig durchführen, dabei das Pferd in allen Gangarten vorstellen.
  • Handwechsel eigenständig durchführen
  • Das Pferd bis zur Losgelassenheit bringen
  • Dauer der Longenarbeit ca. 25 min – Dauer des Fachgespräches ca. 5 min

2. Aufgabe „Reiten“ ca. 20 min einschließlich Fachgespräch;

Übernehmen Sie das vor Ihnen stehende Pferd und überprüfen Sie die Ausrüstung.

Reiten Sie das Pferd in allen Gangarten eigenständig. Sie können je nach Eignung des Pferdes die vorhandenen Hindernisse (max. 80 cm Höhe) in Ihre Arbeit einbeziehen.

Abschließend findet das Fachgespräch statt.

Ergänzende Hinweise zum eigenständigen Reiten:

  • Einfühlungsphase (ca. 5 min – ohne Beurteilung)
  • Selbständiges Reiten (ca. 15 min)
  • Mögliche Inhalte
  1. Mittelschritt am langen Zügel, Leichttraben auf gebogenen und gebogenen Linien
  2. Übergänge Arbeitstrab – Mittelschritt/ Arbeitstrab und -galopp
  3. Handwechsel durchführen, Tritte bzw. Sprünge verlängern …
  4. Beurteilt werden das ausbalancierte Reiten; Sitz und Einwirkung des Reiters; 
  5. Soweit erforderlich, wird ein Pferdewechsel durchgeführt
  • Dauer des Fachgespräches (ca. 5 min)
  • Anmerkung: Da die Prüfungsleistung zeitgleich mit der Abschlussprüflingen erfolgt, beteiligen Sie sich am Ausritt – dieser Teil fließt weder zeitlich noch in die Beurteilung Ihrer Aufgabe mit ein.

Zwischenprüfung für Quereinsteiger

  • Clemens Heise

Ich freuen mich auf meine Zwischenprüfung Pferdwirt §45(2) BBiG (klass. Reiten) vorr. im März 2013 und bin schon recht neugierig auf den Ablauf. Gibt es irgendwo ein Musterbeispiel, wie ungefähr ablaufen wird?
Vielen Dank und herzliche Grüße, Clemens Heise

P.S.: Sollte ich nicht der Einzige sein, der neugierig ist, können Sie diese Frage gern im Forum veröffentlichen.

  • Dietbert Arnold
Hallo Clemens,die wichtigsten Infos zur Zwischen- und natürlich auch zur Abschlussprüfung erhälts Du aus der Verordnung zum Beruf Pferdewirt. Es ist schon erstaunlich, aber die meisten Azubis und auch Quereinsteiger haben noch nie in die Verordnung geschaut. Das ist sicher bei Dir anders?

Die Zwischenprüfung besteht aus einer Station auf der Stallgasse, einer schriftlichen Prüfung und dem Reiten in der Halle. Verlangt wird dressurmäßiges Reiten und auch das Springen. Also, egal ob Du Spring- oder Dressurreiter bist, vernachlässige nicht die andere Disziplin und unterschätze nicht die Ansprüche. Mit ein paar Sprüngen bzw. Dressuraufgaben ist das kurz vor der Prüfung nicht getan.

Da Du ja Quereinsteiger bist, schaue gleich auf die Anforderungen der Abschlussprüfung, denn Du hast ja beantragt, die Abschlussprüfung ohne Ausbildung zu machen, weil Du ja die Anforderungen der Abschlussprüfung erfüllst. Hast Du jedenfalls bei der Anmeldung der Prüfung sozusagen gesagt.

Die Zwischenprüfung ist für Dich zum Warmwerden mit der Prüfung und dem Prüfungssystem. Für uns Prüfer ist die Zwischenprüfung sozusagen die erste Überprüfung, ob ein Prüfling, der behauptet, z.B. einen L- Parcours routiniert überwinden zu können, das überhaupt überleben kann. Du stutzt? Keiner hat einen Quereinsteiger vorher auf dem Pferd gesehen und da wollen wir schon sicher sein, dass unsere Ansprüche und Deine Behauptungen zusammenpassen. Ich finde das für alle Beteiligten einfach nur besser.

Also, ran an die Zwischenprüfung.