Bundesberufswettbewerb 2013 entschieden

Auch das professionelle Beurteilen von Pferden ist eine Aufgabe beim Bundesberufswettbewerb der Pferdewirtauszubildenden in der Fachrichtung Zucht und Haltung und Service
Auch das professionelle Beurteilen von Pferden ist eine Aufgabe beim Bundesberufswettbewerb der Pferdewirtauszubildenden in der Fachrichtung Zucht und Haltung und Service

Deutschland hat zwei neue Deutsche Meisterinnen der Pferdewirtauszubildenden: Janne Tressel vom Vollblutgestüt Fährhof in der Fachrichtung Zucht sowie Lisa Struck aus Mecklenburg- Vorpommern in der Fachrichtung Haltung und Service. Vizemeisterinnen wurden Antje Kurzweg (Zucht) und Elena Serbin (Haltung und Service). Die Bronze- Medaille erhielten Miela Kuhlmann (Zucht) sowie Carmen Herrmann (Haltung und Service).

Mannschaftsgold ging an Mecklenburg- Vorpommern (Tanja Mettchen, Lisa Struck, Jennifer Suderow) vor der Mannschaft aus Hannover (Vivianne Quarch, Linda Schellberg, Janne Tressen) und Baden- Württemberg (Stefanie Ehrlicher, Antje Kurzweg, Julia Neumann)

Der Bundesberufswettbewerb der Pferdewirtauszubildenden wird jährlich ausgetragen, in dem einen Jahr in der Fachrichtung Haltung und Service und im anderen Jahr in der Fachrichtung Klassische Reitausbildung. Die Veranstaltung profitiert sehr stark davon, dass das Nordrhein- Westfälische Landgestüt Warendorf sich in jedem Jahr dankenswerter Weise bereit erklärt den Berufswettbewerb auszurichten und so haben alle Azubis die Möglichkeit, sich mit den wertvollen Hengsten des Landgestütes zu präsentieren. Eine Arbeit, die das Landgestüt Warendorf zwei volle Tage auf Trapp hält. An diesen beiden Tagen sind dann einmal die erfahrenen Gestütsmitarbeiter, allesamt Pferdewirte und Pferdewirtschaftsmeister, die Turnierpfleger des Berufsnachwuchses. Das kommt auch nicht alle Tage vor.

Kommentar:

Einzig skandalös ist das Verhalten einiger Zuständigen Stellen, die es ihren Azubis nicht ermöglichen, sich beim Berufswettbewerb zu präsentieren. Damit rauben sie den jungen Leuten die Chance, sich auf ihre Prüfung optimal vorzubereiten und nach der Prüfung sich für ein Begabtenstipendium zu bewerben. So z.B. die Landwirtschaftskammer Schleswig- Holstein, die völlig emotionslos die Teilnahme am Berufswettbewerb absagte, mit der lapidaren Begründung, dafür wäre nicht genügend Geld und zu wenig Personal da. Außerdem, stellt die Landwirtsschaftskammer fest, gibt es kaum Ausbildungsbetriebe, die ihre Auszubildenden für Berufswettbewerbe freistellen wollen. Wahrscheinlich ist es den Verantwortlichen der Berufsbildung im hohen Norden lieber, wenn ihre Azubis nicht beim Misten im Stall ausfallen. Wenn sich nämlich die Chefs beschweren, dass sie mal zwei Tage selber misten müssen, dann beträfe das die Beitragszahler der Landwirtschaftskammer und das hat wohl mehr Gewicht, als die Interessen der Azubis.

Jetzt kommt noch ein ganz wichtiger Hinweis an alle Teilnehmer des Bundesberufswettbewerbs der Pferdewirtauszubildenden: Alle Teilnehmer des Bundesberufswettbewerbs können nach ihrer Ausbildung bei der Stiftung für Begabtenförderung der Landwirtschaft ein Stipendium zur Weiterbildung beantragen. Nähre Infos erhaltet Ihr hier:

  • http://www.stiftung-begabtenfoerderung-agrar.de

Traut Euch! Egal wie Ihr beim Berufswettbewerb abgeschnitten habt, Ihr zählt zu den Begabten! Nehmt diese Chance wahr zur Planung Eurer Karriere.