Der neue Pferdewirtschaftsmeister im Schnelldurchgang

Meisterausbildung

Der Fortbildungsabschluss zur Pferdewirtschaftsmeisterin und zum Pferdewirtschaftsmeister „quer gelesen“

  1. Die Meisterprüfung besteht aus den folgenden drei Prüfungsteilen:
  • Pferdepraxis (Pferdehaltung, Pferdeeinsatz, Pferdezucht und Dienstleistungen)
  • Betriebswirtschaft (Betriebs- und Unternehmensführung) und
  • Berufspädagogik (Berufsausbildung und Mitarbeiterführung).
  1. Der Prüfungsausschuss bewertet in der
  • Praxis ein vom Prüfling durchgeführtes, dokumentiertes und vorgestelltes, ca. 12-monatiges Projekt sowie eine schriftliche Prüfung. In der
  • Betriebswirtschaft muss ein ca. halbjähriges Projekt durchgeführt, protokolliert und vorgestellt, sowie an einer schriftlichen Prüfung teilgenommen werden. In der
  • Pädagogik gibt es eine einstündige praktische Prüfung (sieben Tage Vorbereitungszeit) mit Fachgespräch, eine schriftliche Prüfung sowie eine zweistündige Fallstudie mit anschließendem Fachgespräch.
  1. Die Projekte in der Praxis und Betriebswirtschaft werden vor ihrer Durchführung mit dem Prüfungsausschuss vereinbart und müssen während der Durchführung sorgfältig dokumentiert werden. Die Projekte müssen sich auf die gewählte Fachrichtung beziehen.
  1. Der Prüfling wählt sich eine der folgenden Fachrichtungen für seine Prüfung:
  • Pferdehaltung und Service,
  • Pferdezucht,
  • Klassische Reitausbildung,
  • Pferderennen oder
  • Spezialreitweisen
  1. Die Projekte in der Praxis und der Betriebswirtschaft werden doppelt gegenüber der schriftlichen Prüfung gewertet. Die Fallstudie geht mit 40% in die Bewertung des pädagogischen Prüfungsteiles ein.   
  2. Durchschnittlich muss nach Ansicht des Bundesinstituts für Berufsbildung für die Meisterprüfung ein Zeitrahmen von 1200 Stunden für Lehrveranstaltungen und Selbststudium kalkuliert werden.
  3. Mit der Fortbildungsprüfung erwirbt der Prüfling das Fortbildungsniveau 2 (DQR- Level 6 (Bachelor)) sowie die allgemeine Hochschulzugangsberechtigung.
  4. Zugelassen zur Meisterprüfung werden
  • Pferdewirte mit mind. zweijähriger Berufspraxis in der Pferdewirtschaft
  • Landwirtschaftliche Berufsabsolventen mit mind. dreijähriger Berufspraxis in der Pferdewirtschaft
  • Personen mit einer mind. fünfjährigen Berufspraxis in der Pferdewirtschaft
  • oder Personen, von denen die Zuständige Stelle überzeugt ist, dass die Prüflinge eine gleichwertige berufliche Handlungsfähigkeit erworben haben (z.B. Hochschulabsolventen mit Berufspraxis)
  1. Die Meisterverordnung gilt ab 1.1.2016
  2. Alle, die bereits ihre Fortbildungsprüfung vor dem 1.1.2016 begonnen haben, können nach der alten Verordnung ihre Prüfung beenden. Auf Wunsch und je nach Prüfungsfortschritt kann aber auch schon die Prüfung nach der neuen Verordnung durchgeführt werden.
  3. Nur wer die Meisterprüfung nach der neuen Verordnung ablegt, führt die neue Fachrichtung Pferdehaltung und Service, Pferdezucht, Klassische Reitausbildung, Pferderennen oder Spezialreitweisen im Pferdewirtschaftsmeisterzeugnis.

Unter „Downloads“ findet Ihr den kompletten Verordnungstext sowie Projektideen für den Teilbereich 1 (Pferdepraxis).