Arbeitsschutzgesetz

Arbeitsschutzgesetz

Die wichtigsten Bestimmungen

  • Arbeitgeber hat sich um Sicherheit und Gesundheit seiner Mitarbeiter zu kümmern (z.B. Tragen von Reithelm beim Reiten und beim Führen von Pferden vorschreiben und überwachen).
  • Maßstab für alle Maßnahmen sind die Unfallverhütungsvorschriften (UVVs) der Gesetzlichen Unfallversicherungen (Berufsgenossenschaften).
  • Arbeitgeber muss die persönliche Schutzausrüstung, das ist meist die Schutzbekleidung (Reithelm, Stiefel, Sicherheitsschuhe, Handschuhe, ev. Sicherheitsweste, Kälteschutzbekleidung, Wetterschutzbekleidung) und Schutzvorkehrungen unendgeldlich bereitstellen und darauf achten, dass sie getragen werden.
  • Arbeitgeber darf Kosten für Arbeitsschutz nicht an Beschäftigte weitergeben
  • Arbeit darf Leben und Gesundheit nicht vermeidbar gefährden
  • Gefahren müssen immer sofort beseitigt werden
  • Arbeit muss Stand der Arbeitsmedizin und der Hygiene berücksichtigen
  • Arbeitgeber muss geeignete Anweisungen erteilen
  • Schwere Unfälle (mehr als drei Tage arbeitsunfähig) müssen vom Arbeitgeber erfasst und der gesetzlichen Unfallversicherung (Berufsgenossenschaft) gemeldet werden.
  • Bei unmittelbarer Gefahr können Mitarbeiter selber entscheiden (z.B. die Arbeit einstellen), ohne dafür bestraft werden zu können 
  • Der Arbeitgeber muss einen funktionierenden Brandschutz (+ Fluchtwege) bieten
  • Arbeitgeber hat für wirksame Erste Hilfe zu sorgen
  • Während der regulären Arbeitszeit sind sie Mitarbeiter ständig in der Unfallverhütung zu unterweisen

Friert Euch nicht krank!

Jetzt ist es wieder lausig kalt draußen und die meisten Pferdewirte frieren richtig. Und das Dumme: Wirklich wärmende Winterkleidung ist richtig teuer und meist feht das Geld dafür.

Das muss nicht sein!

Weil schon bei geringen Kältebelasungen die Gesundheit und die Arbeitszufriedenheit deutlich zurückgeht, die Mitarbeiter erkranken, weniger Leistung erbringen, Senibilität, Geschicklichkeit sowie die Bewegung deutlich engeschränkt werden, kommt es  vermehrt zu Unfällen durch eine deutlich verringerte Reaktionsgeschwindigkeit.

Da aber nach der vorherrschenden Rechtslage Arbeit nicht Leben und Gesundheit der Mitarbeiter gefährden darf, muss jeder Arbeitgeber sich um seine frierenden Mitarbeiter kümmern!, Der Chef muss eine Persönliche Schutzausrüstung kostenfrei zur Verfügung stellen, die im Winter z.B. aus Wollsocken, langer Unterwäsche, Winterschuhe, Winterpullover, Winterhose- und Jacke, Handschuhe und ware Kopfbedeckung bestehen muss.

Und natürlich müssen sich in der Kälte arbeitende Mitarbeiter während der Arbeitszeit, also nicht in der Pause, regelmäßig azfwärmen können. Dazu muss der Arbeitgeber Heißgetränke zur Verfügung stellen.

So sind die Pausenregelungen:

+15° bis +10° (kühl) nach 150 min 10 min Aufwärmpause

+10° bis -5° (leicht kalt)  wie oben

-5 bis -15° (kalt) nach 90 min 30 min Aufwärmzeit

Die Aufwärmzeit hat in einem 21° warmen Aufenthaltsraum stattzufinden.

Was könnt Ihr tun, wenn das bei Euch nicht so ist? (Und es wird in Eurem Betrieb fast nie so sein, denn Pferdewitschaftsmeister glauben, dass geltende Gesetze in Pferdebetrieben nicht gelten)

Wendet Euch an das zuständige Gewerbeaufsichtsamt, die Gesetzliche Unfallversicherung sowie an die Zuständige Stelle. Alle müssen Eure Hinweise streng vertraulich behandeln! Und dann kann derjenige frierende Pferdewirtazubi glücklich sein, wenn er Mitglied der Pferdewirtgewerkschaft IG BAU ist, denn die würde in einem solchem Falle dem Arbeitgeber heiße Socken machen!