Karriere

Durch die Meisterprüfung bekommt der Pferdewirt eine Möglichkeit, sich seine berufliche Tätigkeit zu sichern, in seinem Beruf Anerkennung zu erlangen oder auch weiter aufzusteigen.Meisterausbildung
Diese Fortbildung erfolgt auf der Grundlage des Berufsbildungsgesetzes und durch die, vom Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten am 04. Februar 1980 erlassene“Verordnung über die Anforderungen in der Meisterprüfung für den Beruf Pferdewirt und über die Anerkennung von Prüfungen zum Nachweis der fachlichen Eignung für die Berufsausbildung zum Pferdewirt“ in der derzeit gültigen Fassung.

In in der Meisterfortbildung wird noch in die 4 alten Teilbereiche unterschieden, denn die Sozialpartner konnten sich noch nicht auf eine neue Fortbildungsverordnung einigen. Dies sind (noch):

  • Pferdezucht und -haltung
  • Reitausbildung
  • Galopprenntraining
  • Trabrenntraining

Informationen zu den Prüfungen in den Teilbereichen Reitausbildung und Trabrennfahren erhalten Sie bei der Landwirtschaftskammer Nordrhein- Westfalen. Weitere Informationen über Ablauf und Kosten im Schwerpunkt Reiten gibt es auch bei der Landwirtschaftskammer Nordrhein- Westfalen.Von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und zeitweilig bei Bedarf auch von anderen Zuständigen Stellen werden die Meisterprüfungen im Teilbereich Pferdezucht und -haltung durchgeführt. Weitere Informationen sind im Merkblatt zur „Fortbildung zum/zur Pferdewirtschaftsmeister/-meisterin – Teilbereich Pferdezucht und -haltung“ aufgeführt.

Informationen zu den Prüfungen im Teilbereich Galopprenntraining erhalten Sie bei der Landwirtschaftskammer NRW und dem Direktorium für Vollblutzucht und -rennen.

Die Zulassungen zu den Prüfungen müssen analog zur Abschlussprüfung immer durch die örtlich zuständige Stelle erfolgen.

MeisterBAFoeG

Das Meister-BAföG heißt jetzt Aufstiegsfortbildungs-förderung und ist kräftig aufgestockt worden.

 

 

 

 

 

foraus

Das Infoportal für Meister. Hinter dem Angebot steht das renommierte Bundesinstitut für Berufliche Bildung (BiBB)

 

An folgenden Universitäten können Pferdewirtschaftsmeister (EQR 6) Pferdewissenschaften studieren:

Achtung

Nepper, Schlepper, Bauernfänger

Der DQR ist amtlich, nun werden sich ganz viele Bildungsstätten auf die amtlichen Titel stürzen. Ihr müsst einfach nur wachsam sein, denn der Versuch, Euch mit wertlosen Ausbildungen das Geld aus der Tasche zu ziehen, wird sicher noch zunehmen. Unendlich viele selbsternannte Colleges, Universities, Pferde- Akademien, Institute bieten zahlreiche Mickey Mouse Examen. Die sind nichts, aber auch gar nichts wert, denn sie werden niemals anerkannt. Kleiner Tipp: Wer mit zertifizierten Ausbildungen wirbt, hat es bitter nötig. Unis sind immer zertifiziert. Das ist normal und keine wirbt damit. Das wäre das selbe, als wenn ein Auto damit beworben wird, dass es einen Motor hat.

Seriös sind nur Unis bzw. Fachhochschulen, die am Ende ein Europasszeugnis mit mehrsprachiger europas- Zeugniserläuterung und dem Hinweis auf EQR 6 (Bachelor, Meister) oder EQR 7 (Master) herausgeben.

Die Berufsfamilie Pferdewirt

Erste amtliche Informationen (Beschluss Mai 2013)  zum Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR), der bei uns vergleichbar mit dem Europäischen Qualifikationsrahmen (EQR) ist:

DQR/ EQR Grundlage Beispiel (nicht amtlich)
Niveau 1
  • Berufsausbildungsvorbereitung
  • Maßnahmen der Arbeitsagentur BvB
  • Berufsvorbereitungsjahr
  • Keine Fachqualifikation
  • Schülerpraktikant
  • ungelernter Mitarbeiter/in ohne Fachqualifikation
Niveau 2
  • 1jähr. Berufsfachschule,
  • Einstiegsqualifizierung EQ,
  • alle 1jährigen Ausbildungen
  • Berufsgrundbildungsjahr BGJ,
  • Berufsvorbereitungsjahr BVJ,
  • Maßnahmen der Arbeitsagentur (BvB)
  • Pferdepfleger/in
  • Turnierpfleger/in
  • Jahrespraktikant/in
  • ungelernte Arbeitskraft mit Fachqualifikation,
Niveau 3
  • 2jähr. Berufsfachschule (Mittlerer Schulabschluss)
  • alle 2jähr. Berufsabschlüsse
  • Behindertenberuf gem. § 66 BBiG ?
  • Werker/in Pferdewirtschaft
  • Werker/in Gartenbau
  • Fachpraktiker/in Landwirtschaft
  • Fachpraktiker/in Hauswirtschaft
  • Fachkraft Gastgewerbe
  • Verkäufer/in,
Niveau 4
  • alle 3-3,5jähr. Berufe, …
  • Berufsfachschule (Assistentenberufe)
  • Berufsfachschule (vollqualifizierende Berufsausbildung ge. BBiG/ HwO)
  • Pferdewirt/in
  • Tierwirt/in
  • Landwirt/in
  • Sattler/in
  • Fachkraft Agrarservice,
  • Einzelhandelskaufmann/frau,
  • Tiermed. Fachangestellte/er
  • Kaufmann/frau Tourismus & Freizeit,
Niveau 5
  • Weiterbildung nach Berufsbildungsgesetz (staatliche Anerkennung des Bildungsganges nötig!)
  • IT- Sezialist, zertifiziert
  • Servicetechniker, geprüfter
  • Hufbeschlagschmied
  • Besamungstechniker,
Niveau 6
  • jeder Bachelor (Regelstudienzeit: 6 Semester),
  • jeder Meister, geprüft
  • jeder Fachwirt, geprüft
  • jeder Fachkaufmann, geprüft
  • Staatlich geprüfter Fachschulabschluss
  • Bachelor Agrarwissenschaften (B .Sc.)
  • Bachelor Pferdewirtschaft (B.Sc.)
  • Pferdewirtschaftsmeister
  • Landwirtschaftsmeister,
Niveau 7
  • jeder Master (Regelstudienzeit 8 Semester)
  • Master Agrarwissenschaften (M.Sc.)
  • Master Pferdewissenschaften (M.Sc.)
  • Berufsschullehrer/in
  • wissenschaftlicher Mitarbeiter/in
  • Tierarzt/in, Dozent,
Niveau 8
  • wissenschaftliche Forschung/ Lehre (Promotion (Doktorgrad) und Habilitation (Lehrbefähigung))
  • Universitätsprofessor/in
  • Universitätsdozent

5 Kommentare zu Karriere

  1. Lea sagt:

    Kosten der Meisterprüfung?

    • Dietbert Arnold sagt:

      Die Kosten sind abhängig von der Zuständigen Stelle und der Fachrichtung. Du solltest aber ca. mit 3.000.- bis 5.000.- rechnen. Das ist derzeit alles noch nicht ganz genau zu sagen, da es noch keine neue Prüfung gegeben hat und deshalb Erfahrungswerte fehlen. Die Kosten setzen sich aus den offiziellen Prüfungsgebühren ( ca. 300.- bis 600.-) und den Lehrgangskosten zusammen. Da entstehen z.T. erhebliche Kosten durch Übernachtungen und Verpflegung. Die Zuständige Stelle für Deinen Wohnsitz sagt Dir, wie sie es machen oder wohin sie Dich schicken, wenn sie selber die Prüfung nicht anbieten.

  2. Lea sagt:

    Okay Dankeschön!
    Was halten Sie von dem Studium der Pferdewissenschaften? Wie sind die Berufschancen danach bzw. wo kann man sich dann bewerben?
    LG

  3. Dietbert Arnold sagt:

    Hallo Lea,

    gerne will ich Dir meine Gedanken dazu schreiben. Ob die richtig sind, ob Du das richtig findest, das musst Du selber herausfinden.

    1. Eine Fortbildung oder ein Studium ist immer richtig!!!! Alle Studien belegen, dass mit zunehmender Qualifikation generell der Verdienst steigt und die Arbeitslosengefahr sinkt.
    2. Eine Fortbildung ist immer nur so wertvoll, wie die Qualität der Maßnahme. Bei den Pferdewissenschaft- Studiengängen ist aus meiner Sicht und Erfahrung die Qualität sehr unterschiedlich. Von sehr gut bis mangelhaft.
    3. Ich habe mich mit vielen Pferdewissenschaft-Absolventen unterhalten. Und was kam raus? Jobs als Versicherungsverkäufer und Futtermittelvertreter. Das wäre nicht mein Ding. Aber vielleicht für Dich?
    4. Wegen der sehr mäßigen Arbeitsmöglichkeit nach einem Studium der Pferdewissenschaft würde ich derzeit eigentlich nur den Studenten das Studium empfehlen, die sich auf die Betriebsnachfolge in ihrer Familie vorbereiten wollen.
    5. Gerade Pferdewissenschaftsstudiengänge stehen unter einem großen Konkurrenzdruck. Die Hochschullehrer auch, die verdienen teilweise weniger als ein Berufsschullehrer und deshalb ist die Versuchung da, sich von der Industrie bezahlen zu lassen. Deshalb kann die Industrie sehr stark in die Studiengänge mit Geld einwirken. Nicht immer ist das, was da geschieht, unabhängige Forschung, manchmal doch abhängig von z.B. der Futtermittelindustrie. Aber auch hier streuen die Angebote sehr stark, von sehr gut bis mangelhaft.
    6. Wegen des starken Konkurrenzkampfes und der Abhängigkeit der Mittel sind teilweise Ausbildungsvorhaben und Abschlussarbeiten weder unabhängig noch in einem wirklich wissenschaftlichen Format. Da werden z.T. Bachelorarbeiten herausgegeben, die, sagen wir mal, sehr seicht sind. Hauptsache eine Veröffentlichung mehr für die Uni und den Anschein einer Exzellenzuni erwecken. Aber auch hier gibt es große Unterschiede.
    7. Fast immer erreicht man in den Pferdewissenschaften den Bachelor. Das ist kein Master. Nur mit dem kannst Du z.B. die höchsten Stellen im öffentlichen Dienst besetzen. So z.B. auch Berufsschullehrer/in oder Zuchtleiter/in in einem Zuchtverband.
    8. Die Pferdewissenschaften werden europaweit angeboten. Wichtig ist, dass Du vorher das Profil Dir ansiehst. Die einen sind eher ökonomisch und die anderen tiermedizinisch ausgerichtet. Das sind z.T. große Unterschiede.
    9. Ich persönlich, hast Du schon gelesen, rate ja immer auch zu einem Studium. Mein Rat ist, sich in einem landwirtschaftlichen Studiengang einzuschreiben und sich dort so weit als möglich auf das Pferd zu spezialisieren. Da fällt mir immer die Uni Osnabrück ein, die Landwirtschaft anbietet und das mit 50% Pferd füllt. Hat einfach den Vorteil, dass Dein Abschluss akzeptierter ist, Du viel breiter ausgebildet bist (Genetik, Düngung, Bodenkunde, Statistik, … und Dein Berufs- Leben nicht durch ein engstirniges Studium behindert wirst. Wer weiß, dass Du in 10 oder 20 Jahren so kannst, machst oder möchtest?

    Jetzt darfst Du Dir eine eigene Meinung bilden.

  4. Lea sagt:

    Vielen lieben Dank!! 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.