Gewerkschaft

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Berufswunsch Pferdewirt – Für viele ist es der Traumberuf schlechthin, sie können sich nichts Schöneres vorstellen, als die tägliche Arbeit mit Pferden, fern ab von Büros und Aktenstaub. Wenn man dann auch noch einen guten Ausbildungsbetrieb erwischt hat, dann steht dem Glück und eine erfolgreiche Berufsausbildung nichts mehr im Wege.

Leider wird für nicht wenige Auszubildende der Traumberuf Pferdewirt ganz schnell zum Albtraum: 70 Stunden in der Woche harte Arbeit, Überstunden bis zum Umfallen, kaum mehr als ein bis zwei freie Tage im Monat, Arbeit an fast allen Feiertagen ohne je einen Freizeitausgleich zu bekommen, ungeregelter und zu kurzer Urlaub und zu allem

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Überfluss verbietet der Ausbilder dann auch noch den Besuch der Berufsschule, obwohl er selber überhaupt nichts in die Ausbildung seiner Azubis investiert und stattdessen die Tierliebe seiner Auszubildenden schamlos ausnutzt. Ein Teil der Azubis fühlt sich schon nach kurzer Zeit mehr als Sklave, als als Azubi.

Dann muss man sich zur Not auch wirklich mal wehren können. Das gelingt nur, wenn man einen starken und, vor allen Dingen, erfahrenen Partner an seiner Seite hat. Einen Partner, den man jederzeit fragen kann, der Ratschläge gibt, bei der Formulierung von Briefen und Verträgen hilft und im Notfall Rechtsberatung und auch Rechtsschutz bei Problemen mit dem Arbeitgeber, aber auch mit Krankenkassen, der Rentenversicherung, der Unfallversicherung, der Pflegeversicherung und dem Arbeitsamt, bietet.

igbauPferdDiesen Partner gibt es: Die IG BAU, die Industriegewerkschaft BAUEN – AGRAR – UMWELT. Mit einem dichten Netz von Bezirksstellen, von Flensburg bis Freiburg und Aachen bis Cottbus ist diese Gewerkschaft auch in Deiner Nachbarschaft. Mit nur wenigen Euros im Monat kannst Du Mitglied dieser starken, solidarischen Gemeinschaft werden:

Information, Sicherheit durch unverkrampfte und schnelle Beratung, Rechtsauskunft, Rechtsschutz (Arbeits- und Sozialrecht), Fort- und Weiterbildung, Spaß beim Urlaub in ganz Deutschland und Europa, eine Freizeitunfallversicherung und zusätzliche Einkaufsvorteile machen Deinen Beitrag zu einer guten Investition in die Berufsausbildung zum Pferdewirt.

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2 Antworten zu Gewerkschaft

  1. thomas mayr sagt:

    Wie kann es sein, dass es in Deutschland noch Ausbildungsbetriebe gibt, die sich nicht an Recht und Gesetzt halten ? Wie kann es sein dass das Wohl des Auszubildenden in diesem Berufszweig auch heute noch mit Füßen getreten werden darf ?
    Wo sind hier die zuständigen Stellen /Behörden, die dafür Verantwortung tragen ?

  2. Dietbert Arnold sagt:

    Es gibt die Behörden (Gewerbeaufsichtsamt, Zoll, Finanzamt, Berufsgenossenschaften, usw.) und Zuständigen Stellen für die Berufsbildung (Landwirtschaftsämter bzw. Landwirtschaftskammern) sowie die entsprechende Gewerkschaft (IG Bauen, Agrar. Umwelt). Auch sind die einschlägigen Gesetze (Berufsbildungsgesetz, Bundesurlaubsgesetz, Nachweisgesetz, Mindestlohngesetz, Sozialversicherungsgesetz, Arbeitszeitgesetz, usw.) eindeutig.

    NUR wehren müssen sich die Betroffenen, indem sie Hinweise an die entsprechenden Stellen geben und auch nachprüfen, ob die Behörden tätig werden oder nur ihren Papierkorb neben dem Schreibtisch benutzen. Ohne Hinweise werden diese Behörden selten tätig. Das ist auch gut so, denn wir leben zum Dank nicht in einem Überwachungsstaat.

    Zum Wehren braucht es Zivilcourage, oder einfach nur Mut. Das fällt nicht jedem leicht und deshalb gibt es ja Gewerkschaften, die die vielen Schwachen zu einem großen Starken machen. Und plötzlich stehen die Einzelnen nicht mehr alleine vor ihren Chefs und müssen Angst haben, denn Gewerkschaften haben Kampfmittel, wie Rechtsschutz ihrer Mitglieder, Tarifverträge, Warnstreiks und Streiks. Dann müssten alle Chefs plötzlich selber misten. Das würde wirken! Ob eine Zuständige Stelle nicht tätig wird, wenn eine Gewerkschaft ein Gewerkschaftsmitglied vertritt, das ist ziemlich unwahrscheinlich. Fakt ist, dass diejenigen Branchen in Deutschland, die sich nicht mehrheitlich in ihrer Gewerkschaft organisiert haben etwa nur halb soviel verdienen und viel schlechteren Arbeitsbedingungen ausgesetzt sind, als Branchen, die sich häufig in Gewerkschaften organisieren und dadurch Tarifverträge erstreiten konnten.

    ABER die meisten Pferdewirte/innen werden nicht Mitglied ihrer Gewerkschaft. So bleiben sie schwach und die Chefs stark.

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