Fairer Lohn nach der Prüfung?

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Vermögen lässt sich als Berufsanfänger beim Pferdewirt nicht bilden. Aber fair muss gute Arbeit schon bezahlt werden. Foto: DBB

Da es kaum verbindliche Tarife für Pferdewirte gibt, muss der Lohn Auge in Auge mit dem zukünftigen Arbeitgeber ausgehandelt werden.

Das ist gar nicht so einfach, denn einerseits möchte man zu Beginn des Berufslebens endlich auch einmal so viel Geld verdienen, dass die Eltern nicht mehr Hauptsponsor sind und andererseits nicht als massloser, gieriger Bewerber auftreten.

Ein guter Hinweis sind die gemeinsamen Empfehlungen der Arbeitgeber (Arbeitgeberverband der West- fälisch Lippischen Land- und Forstwirtschaft) und der Arbeitnehmer (Gewerkschaft Bauen Agrar Umwelt). Die beiden Sozialpartner sagen, dass ein Berufsanfänger als Pferdewirt

  • monatlich 1.832,00  brutto bei 40 Wochenstunden als fair und angemessen gelten kann. Das könnte etwa, je nach Alter und Lebenssituation, 1.200 € netto sein.
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2 Antworten zu Fairer Lohn nach der Prüfung?

  1. Irene Danner sagt:

    Fairer Lohn …Ha, ha….. das ist wohl ein Witz. 1000,– € netto bei Vertraglichen 48 Wochenstunden, tatsächlich aber eher 60 bis 70 Wochenstunden, ist eher die Regel.
    Von monatlich 1.832,00 brutto bei 40 Wochenstunden können 98 % der Pferdewirte nur träumen da sich die Arbeitgeber weder um das Arbeitsschutzgesetz noch um gerechte Löhne kümmern. Wenn einem das nicht passt kann man gehen. Wenn das so weiter geht, gibt es bald nur noch Pferde ohne Pferdewirte. Zusatzausbildungen helfen bei den meisten auch nicht viel. Die Höherqualifizierten Stellen sind meist schon besetzt (lt. Chefs), wie zum Beispiel Besamungstechniker, die Arbeit darf man dann aber trotzdem machen und wird nicht höher bewertet. Irgendwann können es sich Pferdewirte nicht mehr leisten in dem Beruf zu bleiben da Sie sonst in Harz IV abrutschen und im Alter zum Sozialfall werden.

  2. Dietbert Arnold sagt:

    Abdate 2017:

    Nach Berechnungen der Gewerkschaften müsst Ihr 45 Jahre! mindestens 2500.- EUR verdienen, um dann eine Altersrente von 900.- bis 1.000.- EUR netto zu bekommen.

    Aber Achtung: Schule und Studium werden nicht mehr als Rentenzeit gerechnet und die ganzen 2.500.- EUR müssen natürlich auf der Lohnsteuerkarte stehen!

    Nach 40 Beitragsjahren und 2.500.- EUR Bruttoeinkommen beträgt die Rente nur noch 800.- bis 900.- EUR, nach 30 Beitragsjahren sogar nur 600.- bis 700.- Nettorente.

    Seht zu, dass Ihr in Eurem Berufsleben nicht schwarz arbeitet und ordentlich in die Rentenkasse einzahlt. Ansonsten seid ihr im Alter Sozialhilfeempfänger. Macht einen großen Bogen um diejenigen Betriebe, die Euch mit einem offiziellen Minilohn abspeisen und Euch gönnerhaft erlauben schwarz und/oder selbständig noch was hinzuzuverdienen. Anfangs findet Ihr das ganz pfiffig, wenn brutto gleich netto ist und Ihr scheinbar gut damit zurecht kommt. Später aber, fallt Ihr doppelt tief in bittere Armut.

    Wenn Euch Betriebe im Pferdebereich nicht mindestens 2.500.- brutto bezahlen, dann handelt es sich nicht um einen fairen Lohn und nicht um ein Gehalt, dass Euch auch im Alter ein aus finanzieller Sicht menschenwürdiges Leben garantiert. Dann macht Euch rechtzeitig Gedanken, was Ihr tun könnt, um auf eine menschenwürdige Entlohnung zu kommen: Weiter- und Fortbildung, Jobwechsel oder gar Berufswechsel. Eine Möglichkeit der Vorsorge vor Altersarmut bietet die Gewerkschaft Bauen Agrar Umwelt mit einer Zusatzrente, die über den Arbeitgeber für Euch eingezahlt werden kann. Mehr erfahrt Ihr hier:http://www.igbau.de/Binaries/Binary10411/TZR_mehr_netto_vom_Brutto_korr4257419_Beil_10_11.pdf
    Wenn das alles zu kompliziert ist, meldet Euch bei der Zusatzrente der IG BAU, die helfen Euch weiter.

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