Endlich realistische Lohnempfehlungen

Lange hat es gedauert, nun aber sind erstmals seriöse Gehaltsempfehlungen der Bundesvereinigung der Berufsreiter für Pferdewirte/innen und Pferdewirtschaftsmeister/innen herausgegeben worden.

 

Jetzt ist es soweit, die Bundesvereinigung der Berufsreiter gibt seriöse Empfehlungen für Pferdewirte und Pferdewirtschaftsmeister heraus und nennt damit Gehälter, die als fair zu bezeichnen sind.

Besonders gut ist, dass auch die dazu passenden Stundenlöhne genannt werden, damit alle Mitarbeiter auch erkennen können, wie hoch die Überstundenbezahlung auszusehen hat.

Betriebe, die sich nicht an die Empfehlungen der Bundesvereinigung der Berufsreiter halten und deutlich weniger bezahlen, gehören mit Sicherheit zu den Arbeitgebern, die nicht fair entlohnen. Um diese Betriebe müsst Ihr einfach einen ganz großen Bogen machen.

Wer von Euch einen neuen Betrieb sucht und sich dort bewerben will, der findet in den Gehaltsempfehlungen einen guten Hinweis, welche Gehälter von Euch selbstbewusst gefordert werden können, ohne unverschämte Forderungen zu stellen. Einfach nur Euer gutes Recht!

Und wer derzeit beschäftigt ist und beim Lesen feststellt, dass er/sie viel weniger Lohn bekommt, der/die sollte dringend sich um eine neue Stelle bemühen, falls ein mutiges Gespräch mit dem Chef nichts bringt. Lasst sie alleine misten, diese Geizhälse!

Die Gehaltsempfehlungen der Bundesvereinigung sind privat herausgegeben und und sind leider keine offiziellen Tarifverträge. Dennoch kann davon ausgegangen werden, dass die in den Empfehlungen niedergeschriebenen Gehälter als üblich anzusehen sind. Mehr geht immer, weniger geht gar nicht.

Die Gehaltsempfehlungen könnt Ihr hier herunterladen

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2 Kommentare zu Endlich realistische Lohnempfehlungen

  1. n.n. sagt:

    Schönen guten Tag,

    Ich habe zur Zeit ein Problem..
    Ich habe fristgerecht gekündigt und möchte nun meine Überstunden einklagen (ca. 2.000)
    Ich habe in meinen Berichtsheft jeden Tag meine Arbeitszeit hineingeschrieben und mein Ausbilder hat es unterschrieben.
    Jetzt behauptet meine ehemalige Chefin das ich keine Überstunden gemacht hätte und mein Ausbilder behauptet das ich die Arbeitszeiten im Nachhinein dazu geschrieben hätte.. ich habe echt keine Ahnung was ich machen kann bzw wie ich das beweisen kann. .. ich habe einige ehemalige Mitarbeiterin die das gleiche Problem hatten und auch aussagen würden. Ich weiß leider nicht ob das reicht..
    Ich habe mit der Landwirtschaftskammer telefoniert und die haben mir ein kleiner Tipp gegeben , das ich mich Vlt hier melden könnte.
    Vlt können Sie mir weiter helfen ansonsten tut es mir leid für die Störung.

    Ganz liebe Grüße n.n.

  2. Dietbert Arnold sagt:

    Liebe n.n.,

    zuerst habe ich Deinen Namen geändert. Muss ja nicht jeder diesen sehen. Dann solltest Du wissen, dass ich gerade erst aus dem Urlaub gekommen bin und deshalb erst jetzt reagieren kann.

    Jetzt geht es um Dein gutes Recht. Ich darf und kann Dir keine Rechtsauskunft geben, aber wenn Du Dich wehren willst und auch solltest, dann gibt es Fristen. Ich meine, dass ich gehört habe, dass Du genau 4 Wochen Zeit hast, nach Deiner Kündigung, noch Forderungen zu stellen. Nach dieser Frist gibt es keine Chance, an das Geld für die vielen Überstunden zu kommen. Obwohl Du für die erste Instanz nicht zwingend beim Arbeitsgericht einen Rechtsanwalt benötigst, hast Du wohl nur realistische Chancen, wenn Du einen Rechtsbeistand hast. Wer von uns kann da schon alle Fristen und Gepflogenheiten einhalten. Du kannst privat einen Fachanwalt für Arbeitsrecht aufsuchen oder Du wirst durch den Rechtsschutz Deiner Gewerkschaft vertreten. Die tut das allerdings nur, wenn Du vorher schon Mitglied warst. Jetzt sehen vielleicht alle die, die diese Zeilen mitlesen, wie wichtig eine Mitgliedschaft bei der Gewerkschaft IG BAUEN AGRAR UMWELT von Beginn der Ausbildung an ist. Ich gehe mal davon aus, dass Du nicht Mitglied der Gewerkschaft bist, deshalb bleibt nur der Weg zu einem Fachanwalt für Arbeitsrecht. Das aber gleich Montag! Dir läuft die Zeit davon! Denke an die Frist!

    Ich will Dir auf jeden Fall Mut machen, die vielen Überstunden einzufordern. Du hast doch erst einmal gute Karten, denn Deine Ausbilderin hat schließlich das Berichtsheft unterschrieben und damit Deine Einträge bestätigt. Hinterher so zu lügen, hat wenig Erfolg, schließlich kann sehr leicht vor Gericht von einem Sachverständigen überprüft werden, ob der Eintrag nachträglich oder begleitend gemacht wurde. Da würde ich mir keine Sorgen machen. Auch das muss nicht sofort geklärt werden in dieser Klagefrist. Das kommt später. Ebenso die Zeugen. Das hat alles Zeit. Die Zeugen machen Deine Einträge ja auch noch einmal glaubwürdiger.

    Noch einmal für alle Mitlesen, die aus dieser Situation lernen können:

    1. Mitgliedschaft für 5 – 6 € im Monat bei der Gewerkschaft ist „zwingend“, wenn Ihr Euch wehren wollt.
    2. Immer schön die Arbeitszeiten im Berichtsheft mit eintragen. Sollte der Chef das nicht wollen, dann ladet Euch den Arbeitszeitnachweis hier unter „DOWNLOADS“ herunter und tragt die Anfangs- und Endzeiten sehr pingelig täglich ein.
    3. Eine sorgfältige Dokumentation der Arbeitszeit ist immer dann besonders glaubwürdig, wenn sie täglich vorgenommen wird. Das erkennt ein Richter dann z.B. an den unterschiedlichen Stiften und den durch das Blättern „gebrauchten“ Seiten. Das muss nicht Schönschrift sein, sondern es muss korrekt und glaubwürdig sein. Es ist z.B. kein Erfolg für Euch, wenn Ihr die Stunden bei dem Turnier xyz angebt und das Turnier dann gar nicht war. Ich glaube, Ihr versteht mich schon.
    4. Je mehr sich wehren und sich das herumspricht, desto mehr Respekt verschaffen sich die Azubis in diesem Beruf und die vielen Schwarzen Schafe in diesem Beruf haben keinen Erfolg mehr, mit Euch Kasse zu machen.

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