Kosten der Abschlussprüfung für Quereinsteiger gerecht?

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Ist es gerecht, dass Quereinsteiger zusätzlich zur Lehrgangs- und Prüfungsgebühr auch noch für die Berittmachung zahlen müssen?

Sehr geehrter Herr Arnold,
meine Tochter hat am 2-wöchigen Lehrgang zur Pferdewirtprüfung (Fachrichtung Klassische Reitausbildung, Deutsche Reitschule des NRW Landgestütes Warendorf; Anmerkung D.A.) mit anschließender Prüfung teilgenommen und diese dann auch erfolgreich bestanden.

Die Rechnung über die Lehrgangsgebühren für die beiden Wochen beträgt 1.150 Euro, ohne Unterkunft. Um die Unterkunft hat sie sich selbst gekümmert und kam dann auch für weniger unter, als die FN dafür verlangt hätte.
Dann hat sie noch eine Rechnung vom Landgestüt Warendorf über Gebühren für 2 Pferde der Deutschen Reitschule á 220 Euro, also insgesamt 440 Euro, bekommen.
Ist es tatsächlich üblich bzw. normal, geschweige denn zulässig, dass die Pferdewirt-Prüflinge bzw. deren Ausbilder solche Summen zu bezahlen haben, obwohl sie dort außerdem paralell ohne Entgelt Ställe ausmisten sowie füttern müssen?
Ich bin der Meinung, dass 1.150 Euro reichen müssten, dass dafür die z. Teil auch noch schlecht ausgebildeten Pferde zur Verfügung gestellt werden. Kann es vielleicht auch sein, dass die Pferde nur den externen Prüflingen berechnet werden?

14 Antworten auf „Kosten der Abschlussprüfung für Quereinsteiger gerecht?“

  1. Hallo n.n.,

    ich habe Deinen Namen gesehen und Du kannst Dich natürlich darauf verlassen, dass ich den nicht weitergeben werde.

    Es ist richtig, Prüflinge, die als sog. Quereinsteiger gem. § 45.2 die Abschlussprüfung an der Deutschen Reitschule machen, müssen für die Berittmachung beim Lehrgang und der Prüfung je Pferd 220 EUR bezahlen. Das, so die Auskunft der Deutschen Reitschule, ist seit Jahren in der Gebührenordnung des NRW- Landgestütes so festgelegt.

    „Normale“ Azubis, die zwei bzw. drei Jahre eine Berufsausbildung bei geringem Gehalt gemacht haben, sind von den Berittmachungskosten befreit. Die Deutsche Reitschule erklärt diese scheinbare Ungerechtigkeit damit, dass das Landgestüt, also das Land NRW, damit den in den letzten zwei oder drei Jahren karg entlohnten Azubis deshalb finanziell entgegenkommt. Da Quereinsteiger in aller Regel, so die Deutsche Reitschule, vor ihrer Abschlussprüfung besser verdient hätten, müssten sie auch sich höher an den Kosten der Prüfung incl. Vorbereitungslehrgang beteiligen. Die Deutsche Reitschule betont ganz ausdrücklich, dass auch bei der Begleichung der Lehrgangs- und der Berittmachungsgebühr die Kosten längst nicht gedeckt sind. Anders ausgedrückt: Der Staat sponsert beide, reguläre Azubis nach einer kargen Lehrzeit eben mehr als Quereinsteiger.

    Ob die Pferde der Deutschen Reitschule geeignet oder ungeeignet sind, ist so eine Frage. Versuche da bitte Deine Empörung über die Ungleichbehandlung nicht auf die Pferde auszuweiten, denn schließlich hat Deine Tochter ja die Prüfung geschafft. Den oberen Sachverhalt habe ich nur erfragt und hier für Dich und Euch aufgeschrieben, über die Pferde kann ich allerdings aus eigener, jahrelanger Erfahrung ein sicheres Urteil abgeben: Unbestritten gibt es schickere, bequemere, sensiblere Pferde als an der Deutschen Reitschule. Das ist doch ganz natürlich. Aber ich habe noch nie so viele Azubis in den letzten 20 Jahren gesehen, die diesen Pferden ihre Abschlussprüfung im wahrsten Sinne des Wortes verdanken. Manche Kandidaten verdanken diesen Pferden beim Springen sogar ihr Leben. Auf die Pferde lasse ich nichts kommen, obwohl andere Pferde durchaus mal besser sitzen lassen. Aber wir reden von Berufsreitern/innen und die müssen so ziemlich jedes Pferd mit Anstand reiten können. Das ist Realität beim Beritt von Kundenpferden, wenn Profis die Fehler mancher Amateure wieder wettmachen. Eines ist allerdings auch garantiert: Alle Prüfer an der Deutschen Reitschule kennen die Pferde richtig gut und sie bewerten nicht die Silhouette eines Prüflings, sondern die individuelle reiterliche Leistung auf dem Pferd. Deshalb kann es durchaus mal vorkommen, dass ein scheinbar besser sitzender, aber nur draufsitzender Reiter die Prüfung nicht besteht, während ein anderer Reiter, der gerade das Pferd eines Vorgängers korrigiert und dann auch mal Schwächen zeigen darf, mit einer guten Note besteht, weil er wirklich gefühlvoll einwirken und korrigieren kann. Das ist dann die geforderte berufliche Handlungsfähigkeit.

    Und dann noch ein kleiner Hinweis: Die FN hat mit der Prüfung gar nichts zu tun. Die Prüfung ist öffentlich rechtlich und wird im Auftrage des Staates von der Landwirtschaftskammer NRW durchgeführt. Die FN macht lediglich, wegen der Nähe zur Deutschen Reitschule, die Termineinteilung.

    Weil das so ist mit der Prüfung, solltest Du Dich einmal an die Landwirtschaftskammer NRW in Münster, Herr Schäfers, wenden und über die Ungleichbehandlung reden sowie gegen die Rechnung vom NRW- Landgestüt Widerspruch einlegen. Dieses Recht hat jeder Bürger, wenn er meint, vom Staat ungerecht behandelt worden zu sein. Dann muss Dir das Landgestüt begründen, warum Ihr diese und andere jene Summe bezahlen müssen.

    Schreibe uns doch mal, wie es ausgegangen ist.

  2. Sehr geehrter Herr Arnold,

    da ich den Berufsabschluss Pferdewirt Haltung und Service im Quereinstieg erwerben möchte (Zulassungsvoraussetzungen sind gegeben) habe ich mich entschlossen den Vorbereitungslehrgang in Anspruch zu nehmen. Gibt es die Möglichkeit einer Förderung dieses Lehrgangs?

    Vielen Dank im Voraus.

    Mit freundlichen Grüßen

    Dennis

    1. Hallo Dennis,

      Ich kenne keine Fördermöglichkeiten. Das muss aber nicht heißen, dass es sie nicht gibt. Erkundige Dich bei der für Dich zuständigen Arbeitsagentur. Sonst habe ich keinen Rat für Dich. Falls Du was rausbekommst, schreibe es uns, das wäre hilfreich.

      Viele Grüße

      Dietbert Arnold

  3. Hallo Herr Arnold,

    erstmal ein großes Kompliment für diese Seite und Ihre Arbeit – unglaublich vielseitiges und sehr informativ!
    Vor Jahren habe ich mich schon einmal an Sie gewandt, damals als angehender Pferdewirtazubi. Die Ausbildung wurde wegen verschiedener Gründe abgebrochen, jetzt habe ich durch Arbeiten in der Gastronomie einen Quereinsteiger-Abschluss als Hotelfachfrau erworben.
    Da ich auch hier schon von dieser Möglichkeit für angehende Pferdewirte gelesen habe, können Sie mir Informationen darüber geben bzw. Stellen und Internetseiten nennen, an die ich mich wenden kann?
    Gern können Sie auch direkt an meine E-Mail-Adresse antworten. Ich danke Ihnen für Ihre Hilfe!

    Viele Grüße
    Carolin Krenz

    1. Hallo Carolin,

      vielen lieben Dank für das Kompliment. Schön, wenn es Euch hilft, denn für Euch ist diese Seite.

      Du hast ja schon Erfahrung mit dem Quereinstieg. Das Gesetz ist für Hotelkaufleute, Dachdecker und Pferdewirte gleich. § 45.2 Berufsbildungsgesetz regelt das. Das Ganze findest Du auch hier.

      Grundsätzlich musst Du eine gewisse Zeit im Beruf gearbeitet haben, so sagt es das Gesetz. Nämlich die 1,5fache Ausbildungszeit.

      Im Beruf gearbeitet kannst Du aber nur haben, wenn Du vollzeit tätig und dabei versicherungspflichtig beschäftigt warst. Natürlich im Beruf einer Pferdewirtin.

      Wenn Du diese Bedingungen erfüllst, dann musst Du den Weg zur Zuständigen Stelle der Berufsausbildung zum Pferdewirt suchen. Der/die Ausbildungsberaterin sagt Dir dann, ob sie Dich zur Prüfung zulassen würden. Um es ganz deutlich zu sagen: DIE entscheiden, ob es geht oder nicht geht. Nicht ich hier, nicht irgendwelche Kollegen, oder … .

      Die Adresse Deiner Zuständigen Stelle (Wohnort!) findest Du auch hier.

      Wenn Du die Zulassung hast, dann machst Du die ganz normale Abschlussprüfung. Vorbereiten darauf musst Du Dich selber. Deshalb schnappe Dir die Verordnung, auch die findest Du hier und gehe alle diese Themen Stück für Stück durch. Wo Lücken sind, da muss halt nachgearbeitet werden.

      Fachliteratur findest Du auch hier. Ganz besonders wertvoll sind die Leittexte http://www.leittexte.de, die Du kostenfrei herunterladen kannst.

      Ansonsten findest Du hier unter den entsprechenden Reitern jede Menge Infos, auch zu den Prüfungen.

      Lange Rede kurzer Sinn: Hin zur Zuständigen Stelle und dann systematisch die Prüfungsvorbereitung planen und dann Stück für Stück vorbereiten. Das ganze Vorhaben dauert schon mindestens 1 Jahr. In wenigen Wochen ist das meist nicht machbar.

      So viel Glück bei der Zuständigen Stelle

      1. Vielen vielen Dank für die Hilfe!! Das hat mich schon sehr weitergebracht.
        Das ist in der Tat nicht in kurzer Zeit zu schaffen wie ich so an den Unterlagen gesehen habe, aber durch meine Erfahrung im Durchackern des Stoffes für meine letzte Prüfung habe ich das auch nicht anders erwartet. Ist auch nicht wirklich mein Anspruch, schnell schnell durch eine Prüfung zu gehn und wenig dabei an Gelerntem mitzunehmen.
        Dazu nochmal zwei Fragen an Sie als Fachmann aus der Praxis: Ich habe die Allgemeine Hochschulreife, denke also auch über ein Studium Richtung Sport etc. nach. Momentan wächst das Angebot an Studiengängen mit Pferdeschwerpunkt ja bzw. gibt es auch reine Pferdesport-Angebote, z.B. Richtung Management. Ich zweifle immer ein bisschen, ob man damit wirklich in die Praxis gehen kann? Oder ob nicht Erfahrung + Ausbildung einen höheren Stellenwert haben als jemand, der frisch vom Studium kommt?
        Und die 2. Herzenssache: Ein Vollzeit-Job im Pferdebereich wäre super und ja die absolute Voraussetzung für die erhoffte Prüfung ( bisher kann ich trotz Pferdeerfahrung von Kindesbeinen an Vollzeit leider nur etwa ein halbes Jahr nachweisen ), aber wird das für mich als Ungelernte überhaupt möglich sein? In der Gastronomie mit genügend Fleiß kein Problem, aber im Pferdebereich sind die Chancen doch eher schlecht oder?

        Besten Dank schon jetzt für die Hilfe!

        Viele Grüße

        Carolin Krenz

  4. Hallo Herr Arnold,

    an dieser Stelle noch einmal vielen Dank für die bisherigen Antworten auf meine Fragen. Sie haben mir bisher immer sehr weitergeholfen.

    Da ich zu meinem letzten Schreiben noch einmal einen kurzen Nachtrag geschrieben hatte, wollte ich nochmal nachhaken bezüglich Studium in die Pferderichtung:

    Ich würde sehr gerne den schon besprochenen Quereinsteiger-Weg zum Pferdewirt nehmen, trage mich aber aufgrund meines Abiturs auch mit dem Gedanken, ein nebenberufliches Studium zu absolvieren. Wie ist Ihre Meinung als Fachmann zu den vielen Sportmanagement-Studiengängen, kann man damit überhaupt Fuß in der Pferdebranchen fassen? Welche Alternativen sehen Sie? Aufgrund meiner Gastronomie-Erfahrung wäre natürlich auch ein Studium in Richtung Hotelmanagement interessant, dazu habe ich ein Angebot gefunden, welches sich mit „Pferdemanagement“ kombinieren lässt. Wie ist dazu Ihre Meinung?
    Oder ist der Weg zum ausgebildeten Pferdewirt und dann weiter doch besser und anerkannter?

    Ich hoffe, ich bin Ihnen nicht schon lästig, und freue mich auf Ihre Antwort!

    Viele Grüße momentan aus Ischgl,

    Carolin Krenz

  5. Hallo Carolin,

    ich glaube, ich muss hier niemanden sagen, dass im Reitsport nur diejenigen überhaupt Geld verdienen können, die wirklich mit Pferden professionell arbeiten können. Defizite in der Praxis lassen sich im Umgang mit dem Pferd kaum kaschieren. Deshalb behaupte ich generell. dass Du null Chance hast Geld zu verdienen, wenn Du nicht vorher Pferdewirtin gelernt hast. Mit einem Sportmanagementstudium kannst Du eigentlich im Reitsport gar nichts anfangen, wenn Du nicht professionell mit Pferden arbeiten kannst. Ohne Pferdewirtausbildung bist Du doch nur Verbalsportlerin. Wer soll denn dafür Geld ausgeben, wenn Du von nichts wirklich Ahnung hast. Und neben der Pferdewirtausbildung noch ein Studium? Wird kaum gehen, denn als Azubi im Pferdebereich wirst Du oft locker 50 – 60 Stunden in der Woche arbeiten. Danach bist Du platt.

    Ganz klar: Meine Meinung ist, dass Du das, was Du machen willst, professionell erlernen musst. Und dazu gehört der Pferdewirt. In zwei Jahren ist das mit Hochschulberechtigung machbar. Jedenfalls bei Haltung & Service. In den reiterlichen Fachrichtungen kann eine zweijährige Ausbildung ohne erhebliche Vorkenntnisse auf dem Pferd zu kurz sein.

    Jetzt kennst Du meine Meinung.

  6. Sehr geehrter Herr Arnold,
    ich interessiere mich sehr für den Pferdewirt klassische Reitausbildung als Quereinsteiger.
    Zu meiner beruflichen Vorbildung:
    Ich habe an der Uni Göttingen meinen Bachelor in Agrarwissenschaften erfolgreich abgeschlossen und mache nun das dazugehörige Masterstudium der Agrarwissenschaften mit Schwerpunkt Nutztierwissenschaften. Da ich mich beruflich gerne mehr in Richtung Pferdebranche orientieren will, möchte ich nun gerne den Masterstudiengang Pferdewissenschaften zusätzlich studieren und dann einen doppelten Masterabschluss machen. Das wäre für mich kein besonders großer Aufwand, da sich beide Studiengänge teilweise überschneiden und man gegenseitig viel an Studienleistungen angerechnet bekommt.
    Jetzt ist die Frage ob ich mit dem Master in Pferdewissenschaften auch zur Pferdewirtprüfung im Reiten zugelassen werde? Denn das Studium alleine reicht mir nicht, ich möchte nachweisen können das ich in der Praxis auch gut reiten kann. Der theoretische Stoff der Ausbildung ist ziemlich gleich mit dem Inhalt des Studiums.
    Zu meinem reiterlichen können: ich habe LK5 und reite derzeit auf L-Niveau.
    Können Sie mir weiterhelfen? Oder wissen Sie wo ich mich erkundigen kann?
    Vielen Dank!

    Mit freundlichen Grüßen,
    Sabrina

  7. Hallo Sabrina,

    die Kombination von universitärer und beruflicher Aus- und Weiterbildung ist immer gut. Du kommst aus dem Unileben und willst in das Berufliche Leben. Folglich musst Du Dich ein wenig darauf einstellen und die „Spielregeln“ studieren.

    Für den Beruf Pferdewirt gilt die Verordnung zum Beruf Pferdewirt. Dort steht, was Dich inhaltlich erwartet und wie die Prüfung aussieht und unter welchen Bedingungen Du zur Prüfung zugelassen wirst. Die Verordnung kannst Du oben in den Reitern finden.

    Für die Berufsausbildungen gibt es ein eigenes Bundesgesetz, das Berufsbildungsgesetz BBiG. Dort findest Du alles zur Berufsausbildung (Berufsausbildung und Meisterausbildung). Also die gesamten Spielregeln in diesem Bereich. Das BBiG findest Du auch unter den Reitern.

    Dein Ansprechpartner bei Berufsausbildung und Meisterausbildung ist immer die sog. Zuständige Stelle. Die kann eine Behörde oder eine Landwirtschaftskammer sein. Je nach Bundesland. Du musst Dich zuerst immer an die Zuständige Stelle Deines Wohnortes (Bundesland) wenden und dort mit den sog. Ausbildungsberatern reden. NUR DIE sind in der Lage, Dich zu einer Prüfung zuzulassen. Keine FN, kein Verband, keine Uni.

    Für Dich gibt es zwei Möglichkeiten, einen Berufsabschluss zu bekommen. Lehrabschlussprüfung Pferdewirt (Schaue § 45.2 Berufsbildungsgesetz) oder gleich die Meisterprüfung. Auch das wäre denkbar. (Schaue in das BBiG oder auch in die ganz neue Meisterverordnung (auch in den Reitern zu finden).

    Überlege auch, ob Du wirklich die Fachrichtung Klassische Reitausbildung oder eine andere Fachrichtung, wie Haltung&Service oder Zucht anstrebst. Prüfe Dich da selber sehr genau, denn L- Reiten ist nicht L- Reiten. Das eine ist nachreiten, was das Pferd so kann während das Bereiten deutlich anspruchsvoller ist und auch schwierigere Pferde (meist Kundenpferde) beinhaltet. Und L bedeutet Dressur und Springen. Prüfe das für Dich, lasse Dich ehrlich beraten. Über die Inhalte der Fachrichtungen kannst Du Dich auch in der Verordnung zum Pferdewirt informieren.

    Und zum Berufsleben gehört auch, dass Du Dich über den Beruf und auch die zuständige Gewerkschaft informierst und vielleicht auch eintrittst. Sei nicht so hochnäsig zu denken, für mich ist das ja nichts. Auch Leute mit Uniabschluss haben Arbeitsbedingungen, benötigen mal Rechtsschutz, usw.. Ich weiß wovon ich rede. Auch wir sind einfach nur Arbeitnehmer. Wirklich erfolgreich wirst Du nur, wenn Du bodenständig Uni und Berufsausbildung kombinierst und die Leute eher verblüffst mit Deinen Kompetenzen als mit Statusdenken blendest.

    So, Sabrina, jetzt denke ich, hast Du erst einmal genug zu studieren. Alles das kann ich Dir so nicht nebenbei mal eben schreiben. Gerne meldest Du Dich mit Spezialfragen hier wieder und ich versuche Dir mehr Infos zu geben. Dabei muss Dir klar sein, dass ich Dir privat antworte und meine Zeilen nicht offiziell sind.

    Mache was draus, das kann gut werden!

  8. Hallo Herr Arnold,

    ich bitte darum meinen Namen nicht zu veröffentlichen.

    Ich möchte gerne meine Prüfung zum Pferdewirt Haltung und Service machen und zwar als Quereinsteiger.
    Hier mein Werdegang:

    2 jährige Berufsausbildung zum Pferdewirt, abgebrochen aus „persönlichen Gründen“
    Danach Schulische Laufbahn (Abi)
    währenddessen bin ich in die Selbstständigkeit „gerutscht“ 😀
    Erst nebenerwerblich und nun seit 2 Jahren im Vollerwerb. Es läuft sehr gut, aber mir fehlt ja noch immer die Prüfung.
    Natürlich könnte ich jetzt ein Jahr in die Ausbildung gehen, müsste dafür dann aber alles aufgeben und dafür läuft es zu gut.

    Jetzt soll ich als Prüfungszulassung eine Betriebsbeschreibung verfassen…
    Deshalb die eigentliche Frage, ich habe keine Ahnung was da alles hinein gehört und wie man so eine Beschreibung ausbaut.
    Macht man das ähnlich wie im Berichtsheft?
    Über ein paar Tips wäre ich sehr Dankbar.

    Liebe Grüße

    1. Wenn Du freiberuflich arbeitest, solltest Du eigentlich wissen, was eine Betriebsbeschreibung ist. Eine Möglichkeit ist die, wie sie z.B. im Berichtsheft ist. Du solltest wissen, dass die Zuständige Stelle natürlich aus einer Betriebsbeschreibung sehen möchte, ob Du wirklich vollberuflich oder mehr im Hobby mit den Pferden arbeitest. Folglich muss stärker darauf eingegangen werden, wer, wieviel und mit welchem Ergebnis arbeitet. Aus der Beschreibung muss hervorgehen, ob überhaupt eine Gewinnabsicht vorliegt und ob oder wann der Betrieb Deinem Erwerb dient.

      Wie wäre es denn, wenn Du mal das Suchwort „Betriebsbeschreibung Landwirtschaft“ in eine Suchmaschine eingibst? Da wird Dir sicher weitergeholfen. Nutze diese Situation, um ein wenig mehr zur professionellen Vorstellung Deines Betriebes zu lernen. Deshalb wirst Du von mir nicht eine komplette Vorlage erhalten. Das verstehst Du doch.

  9. Hallo Herr Arnold,
    unzwar habe ich eine frage bezüglich „Quereinsteiger“…
    Ich möchte mich anmelden zur Abschlussprüfung für 2018.
    Bis dahin habe ich 4,3 Jahre in diesem Beruf gearbeitet.
    Ist die Zwischenprüfung und der Lehrgang für die Abschlussprüfung freiwillig?
    Welche kosten werden auf mich zu kommen für :
    – Zwischenprüfung
    – Lehrgang
    – Abschlussprüfung

    Bitte Anonym veröffentlichen
    Vielen dank im Vorraus!

  10. Hallo n.n.,

    das ganze Unternehmen wird wohl an die 2.000 € kosten. Die Kosten siehst Du im Beitrag ganz oben. Die Kosten könnten sich mittlerweile geringfügig erhöht haben.

    Bedenke immer auch, dass neben den reinen Prüfungsgebühren, die sind unter 100 € je Prüfung, die Kosten für den Lehrgang der Abschlussprüfung kommen und dann natürlich noch die Unterbringung z.B. 14 Tage im Hotel für Dich sowie der Pferde im Landgestüt, sofern Du Pferde mitbringst. Wo und wie Du Dich unterbringst ist Dir überlassen.

    Du musst aber folgendes wissen: Mit der Zulassung zu Prüfung durch die Landwirtschaftskammer NRW können Auflagen verbunden sein, so oft die Teilnahme an der Zwischenprüfung. Das ist dann ein Muss, wenn Du die Prüfung willst.

    Einen Lehrgang vor der Prüfung musst Du nicht machen. Ob das Sinn macht, kann ich nicht beurteilen, ich hätte aber richtig Bauchschmerzen. Lasse mich das offen sagen: 99% der Prüflinge als Externe würde die Prüfung ohne Lehrgang versemmeln.

    Sicher ist auch, dass Du ohne Lehrgang auf keinen Fall ein Schulpferd reiten darfst. Das macht die Deutsche Reitschule zum Schutz ihrer Pferde.

    Du hörst heraus, dass ich nichts davon halte, den preiswerten Weg zu wählen. 2.000 € ist viel Geld, aber 2.000 € für einen neuen Beruf ist nicht sehr viel, sozusagen ein Schnäppchen.

    Entscheiden musst alleine Du Dich.

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