Wichtige Info zum Ausbildungsnachweis (Berichtsheft)

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Der Bundesarbeitskreis Berufliche Qualifizierung der IG Bauen Agrar Umwelt hat sich kürzlich mit dem Ausbildungsnachweis (Berichtsheft) beschäftigt, das solltet Ihr lesen, es betrifft Euch:

Empfehlungen des Bundesarbeitskreis Berufliche Qualifizierung (BAK BQ) der Industriegewerkschaft Bauen Agrar Umwelt zum

Führen der Ausbildungsnachweise (Dez. 2013)

Wesentliches Ziel des Ausbildungsnachweises ist, dass die tatsächlich stattgefundene Ausbildung (sachlicher und zeitlicher Ablauf) einer Berufsausbildung jederzeit nachvollzogen und beweisbar werden kann.

Nur mit einem sorgfältig, regelmäßig und wahrheitsgemäß erstellten Ausbildungsnachweis sind die mit der Überwachung der Berufsausbildung beauftragten Zuständigen Stellen in der Lage, Ausbildungsmängel rasch zu entdecken und entsprechend korrigierend einzugreifen. Gleiches gilt für die Rechtsschutzabteilungen der Gewerkschaften.

Ein Ausbildungsnachweis ist möglichst übersichtlich und einfach zu führen. Die Ausbildung sollte tabellarisch und stichwortartig vorgenommen werden, die einzelnen Ausbildungsschritte, auch die der Berufsschule und der Überbetrieblichen Ausbildung, werden mit Anfangs- und Endzeit dokumentiert. Der Ausbildungsnachweis wird in nahezu allen Berufsausbildungen vorgeschrieben und gehört dann zur Arbeitszeit. Ist der Ausbildungsnachweis in der entsprechenden Verordnung vorgeschrieben, ist er eine der Voraussetzungen zur Zulassung zur Abschlussprüfung. Ausbildungsnachweise dürfen nicht in den Zwischen- und Abschlussprüfungen bewertet werden.

„Hausaufgaben“ gehören nicht zur betrieblichen Ausbildung. Ein Ausbilder/in kann zusätzliche Aufgaben bei der Ausbildungsnachweisführung (Betriebsbeschreibung, Bauzeichnungen, Erfahrungsberichte, Leittexte, Pflanzensammlungen, Preisrecherchen, usw.) verlangen, wenn die Bearbeitung Teil der betrieblichen Ausbildung ist und während der Arbeitszeit stattfindet.

Nicht alle Zuständigen Stellen verlangen von Auszubildenden einen mit Zeitangaben versehenen Ausbildungsnachweis, obwohl das Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB) dieses empfiehlt. Ausbildungsversäumnisse sowie Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz, Bundesurlaubsgesetz und weitere Arbeitsschutzgesetze sind dann leider nur schwer zu beweisen. Der Bundesarbeitskreis Berufliche Qualifizierung empfiehlt in diesem Falle allen Mitgliedern der IG Bauen Agrar Umwelt den in der Anlage 1 vorgeschlagenen Ausbildungsnachweis zusätzlich zu führen. Nur wenn Ausbildungsmängel nachvollziehbar und nachweislich dokumentiert werden, kann im Streitfall erfolgreich Rechtsschutz von der Gewerkschaft für seine Mitglieder gewährt für werden.

Der Bundesarbeitskreis Berufliche Qualifizierung empfiehlt allen Mitgliedern in den Berufsbildungsausschüssen sich, wo noch nicht vorhanden, für nachweisbare Ausbildungsnachweise einzusetzen, da sie ein wesentliches Instrument einer Qualitätsentwicklung in der Berufsausbildung sind.

Hier findet Ihr mehr Infos:

http://pferdewirtpruefung.de/wordpress/?page_id=86

http://www.igbau.de/Bildung_Berufsbildung.html  (>Aktuelles Material).

Hier könnt Ihr Euch auch ein Formular zum Ausbildungsnachweis: http://www.igbau.de/Binaries/Binary23212/Empfehlung_122013_-_Fuehren_von_Ausbilsungsnachweisen.pdf

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2 Responses to Wichtige Info zum Ausbildungsnachweis (Berichtsheft)

  1. Felicitas Paucker sagt:

    Bitte können sie mir helfen das berichtsheft zu bekommen für fachpraktiker für pferde bzw Pferdewerker

  2. Dietbert Arnold sagt:

    Hallo Felicitas,

    das sog. Berichtsheft ist nicht vom Gesetzgeber vorgesehen und deshalb auch nicht Voraussetzung für die Abschlussprüfung.

    Wenn Dein Ausbildungsbetrieb wünscht, dass Du ein Berichtsheft schreibst, dann muss das in der Arbeitszeit geschehen und der Betrieb muss Dir ein Berichtsheft kostenlos zur Verfügung stellen. Wenn der Betrieb Dir kein Berichtsheft zur Verfügung stellt, dann schreibst Du eben kein Berichtsheft.

    Ganz anders sieht das mit dem vom Gesetz vorgeschriebenen Ausbildungsnachweis. Der muss von Dir sorgfältig und wahrheitsgemäß ausgefüllt werden und mindestens einmal im Monat vom Ausbilder abgezeichnet werden. Für den Ausbildungsnachweis musst Du eine DIN- A4- Seite in der Woche ausfüllen. Für jeden Tag die Anfangs- und Feierabenduhrzeit sowie stichwortartig die Arbeitsschwerpunkte. Das gilt auch für den Berufsschultag.
    Schaue doch einmal auf diesen Link auf meiner Seite:
    http://pferdewirtpruefung.de/wordpress/?page_id=86
    Dort findest Du auch den Link auf den Ausbildungsnachweis- Download. Wenn Du dieses Formular benutzt, dann füllst Du den gesetzlich vorgeschriebenen Ausbildungsnachweis aus und bist auf der sicheren Seite. Aber eigentlich muss Dein Ausbilder auch diese Formulare zur Verfügung stellen.

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